19th News by 19th News

Ein journalistisches Portal zur US-Politik, von Frauen, für Frauen. Bei einer Zielgruppe von 165 US-Einwohnerinnen und einem feministischen Zeitgeist innerhalb der Progressiven ist das eine Idee, die sicher funktionieren könnte. Aber eben nicht in Deutschland bzw. in deutscher Sprache: Die Ausdifferenzierung über Einzel-Newsletter und Sammelprojekte, die bestimmte Nischen und Interessen bedienen, wird angesichts der überschaubaren D-A-CH-Marktgröße jenseits einzelner Projekte nicht tragfähig sein.

Damit wird nach der Modernisierungswelle durch VC-finanzierte Neumedien ein weiterer US-Trend Deutschland nicht erreichen. Keine guten Aussichten angesichts einer Mischung aus sklerotischen Strukturen und immer prekäreren Arbeitsbedingungen. Ich denke, dass trotz aller Definitionsprobleme die Anerkennung von Gemeinnützigkeit im Journalismus die besten Aussichten hätte, zumindest einzelne Teile der wegbrechenden privaten Medienstruktur aufzufangen.

(via Christian Fahrenbachs Newsletter)