“Between the High Middle Ages and the Enlightenment, the alchemic dream misled many otherwise authentic Western humanists. The illusion prevailed that the machine was a laboratory-made homunculus, and that it could do our labor instead of slaves. It is now time to correct this mistake and shake off the illusion that men are born to be slaveholders and that the only thing wrong in the past was that not all men could be equally so.”

Ivan Illich, zitiert via L.M. Sacasas. Das zentrale Argument: Menschen benötigen neue Werkzeuge. Was sie nicht benötigen, sind Werkzeuge, die für uns komplett die Arbeit übernehmen – wobei er auch Maschinen oder Institutionen als zivilisatorische Werkzeuge betrachtet.

Denn diese Vorstellung führt zu einer Verselbständigung des Konzepts, und einer Umkehr in der Wirkung: Wir verschwinden in den Logiken der Werkzeuge und setzen alles daran, sie zu erfüllen. Der Moment, in dem uns unsere Werkzeuge zu Erfüllungsgehilfen machen (statt umgekehrt), ist dabei für Illich der entscheidende: Ihn gilt es, zu erkennen und entsprechend entgegenzuwirken – nicht mit Zerstörung, sondern durch Beschränkung.

Das Konzept ist inzwischen fast 50 Jahre alt und dennoch im Kontext Technikfolgenabschätzung weiterhin aktuell.