Corona-Stützungsmaßnahmen in den USA: Die Fed bezahlt dieser Quelle zufolge im Schnitt 107 Prozent für Firmen-Obliationen, übernimmt sie also über Wert (das Geld geht in der Regel an große Fonds, die damit ohne großes Zutun ihre Rendite steigern können). Zugleich weist Mark Blyth darauf hin, dass die US-Bundesregierung für ihre Not-Kredite an amerikanische Kommunen vier Prozent Zinsen verlangt. Was angesichts der gegenwärtigen Niedrigzinssituation absurd ist und die regionalen Schuldbürden erhöht.

Das ist wahrscheinlich recht unterkomplex dargestellt, scheint mir aber zu signalisieren, dass die Grundidee der gegenwärtigen amerikanischen Wirtschaftslogik auch in der Krise weiter funktioniert: Umverteilung von Vermögen und Lasten in eine problematische Richtung.