Ready, set, stop: the Premier League season of two halves is here

Anlässlich der neuen Fußballsaison(s) kann ich es nur wiederholen: Jonathan Liew vom Guardian ist ein Sport-Autor, wie wir ihn in Deutschland vergebelich suchen. Der Rhythmus, die Lebendigkeit, die präzise Fachanalyse – da wirkt manch gelobter deutschsprachiger Montagssporteil wie bemühte Kaffeehaus-Schreiberei.

…muss ich manchmal an die Spiral Jetty in Utah denken, dieses fantastische Land-Arti-Werk von Robert Smithson (über das ich damals hier etwas geschrieben habe). 1970 war im großen Salzsee noch so viel Wasser, dass Smithson die Spirale in den See schütten musste. Ende der Siebziger verschwanden die Steine sogar zwischenzeitlich.

Und heute? Ist das Wasser weit weg, kilometerweit. Es wird trocken. Im amerikanischen Westen und auch anderswo.

Robert Smithson: Spiral Jetty

With “no alcohol, no renown, no women, no newspapers, no honours”, as he put it, he turned a modest existence on a professor’s pension into a life of holy poverty. “How at root he is a Christian,” Pourtalès writes, “this future anti-Christ!” Near the end in Turin, watching the passing cortège of a famous admiral, Nietzsche had the impression that he was attending his own state funeral. Accosting passers-by, he told them, “Be joyful. I am God. I am just in disguise.”

Nietzsche before the breakdown: In the 1880s, the ailing philosopher prophesied the West’s violent decline – but not even he could prevent it.

Deutsche Bank broke its own rules in enabling tax fraud, internal probe finds ($)

Deutsche Bank staff broke regulatory rules and company policy to enable clients to siphon off millions of euros in government revenues, according to an internal investigation on its role in one of Europe’s biggest tax scandals. (…) According to the Freshfields probe, the subsequent trading activity violated the “spirit and purpose” of Deutsche’s internal rules, which were designed to limit the bank’s involvement in cum-ex trading — a goal that according to the probe was widely ignored.

Ich kriege diverse Debatten du jour mit, aber vergesse sie gleich wieder. Ich bin inzwischen recht schnell, das unter den Bereich Wohlstandsdebatten zu packen.

Wenn Musiker ein Konzert abbrechen müssen, weil sie weiß sind und Rastas tragen, sind das Ausprägungen des Wohlstandsprogressivismus. Wenn die FAZ glaubt, wegen irgendwelcher blöden Tweets ihres Korrespondenten in einem Leitartikel die Regenbohnen-Fahne vor dem Kanzleramt zum Symbol eines zweifelhaften Staatsverständnisses zu machen, dann sind das Ausprägungen des Wohlstandskonservatismus.

Nichts von dem sollte eigentlich einen größeren Teil unseres Zeitbudgets in Anspruch nehmen, und doch scheinen einige Menschen versessen darauf, über nichts mehr anderes zu diskutieren.