BlackRock Is Breaking the Wrong Kind of Records

„BlackRock Inc. is used to breaking records. The world’s largest asset manager was the first firm to break through $10 trillion of assets under management. But the bigger they are the harder they fall. And this year BlackRock chalked up another record: the largest amount of money lost by a single firm over a six-month period. In the first half of this year, it lost $1.7 trillion of clients’ money.“

Die Kühlgrenztemperatur ist die tiefste Temperatur, die sich durch Verdunstung erreichen lässt. Heißt: Es gibt eine Kombination aus Hitze und Luftfeuchtigkeit, bei der unser Körper nicht durch Verdunstung abkühlen kann – und wir an Hitzestress sterben.

In Klimawandel-Szenarien – und auch in der Klima-Science-Fiction von Kim Stanley Robinson – ist das ein Horrorszenario: Hitzeswellen, die Tausende, Zehntausende Menschen durch Hitzestress umbringen.

In diesem Artikel über die jüngsten Hitzewellen in Pakistan und Indien ($) habe ich allerdings gelernt: Die Berechnungen solcher Szenarien sind oft falsch, weil sie zum Beispiel Tagesdurchschnittswerte nehmen. Kurz: Wir sind überlebensfähiger, als man denkt.

Friedrich Küppersbusch:

„Wir Medien stürzen uns mit Wollust auf den pittoresken Sud aus Freizeitärzten, Esoterikern, besorgten Demokraten und Rechtsquerulanten. In Umfragen irgendwas unter 10 Prozent. Wogegen die Freunde des „harten Lockdowns“ gern 20, 30 Prozent ausmachen. Beiden gemein ist die Sehnsucht nach Autorität. Zwei Sorten rechts, Karamell und Vanille. Während die Kameras noch hinter der letzten Reichsflagge herschwenken, wird Söder immer beliebter, ruft Hans nach Härte und Kretschmer nach Autorität. Das Land schaut verblüfft an sich herab und staunt: Ach, so rechts kannte ich mich gar nicht.“

Can History Predict The Future?

„Of the three factors driving social violence, Turchin stresses most heavily “elite overproduction”—­the tendency of a society’s ruling classes to grow faster than the number of positions for their members to fill.“

Faszinierendes Stück über Peter Turchin, einen ehemaligen Ökologen, der 2010 die US-internen Konflikte von 2020 recht gut vorhergesagt hat. Der „Überschuss von Eliten“ ist auch in Deutschland erkennbar, oder zumindest ein Überschuss an Akademikern. Sei es an Zeitverträgen, dem akademischen Mittelbau, der Überqualifikation oder der Überalterung von Führungsstrukturen. Und natürlich ruft das Konflikte hervor. Übrigens nehme ich an, dass Ultrarechts und Ultralinks sich schnell darauf einigen könnten, dass wir weniger „Eliten“ bräuchten.

Aber das nur am Rande. Der Artikel ist einer der besten, den ich in der vergangenen Monate gelesen habe. Denn im Kern geht es darum, ob sich Geschichte mathematisch modellieren lässt, wenn sich nur die richtigen Inputs finden. So sagt Turchin:

“All sciences go through this transition to mathematization. When I had my midlife crisis, I was looking for a subject where I could help with this transition to a mathematized science. There was only one left, and that was history.”

Die Mathematisierung der Geschichtswissenschaft und ihre Grenzen, sozusagen. Dazu ist Turchin ein schrulliger Typ. „Some historians regard Turchin the way astronomers regard Nostradamus“, wird ein anderer Historiker zitiert. Sehr spannend und vergnüglich.

Trump is attempting a coup in plain sight

„It’s the construction of a confusing, but immersive, alternative reality in which the election has been stolen from Trump and weak-kneed Republicans are letting the thieves escape. This is, to borrow Hungarian sociologist Bálint Magyar’s framework, “an autocratic attempt.” That’s the stage in the transition toward autocracy in which the would-be autocrat is trying to sever his power from electoral check.

If he’s successful, autocratic breakthrough follows, and then autocratic consolidation occurs. In this case, the would-be autocrat stands little chance of being successful. But he will not entirely fail, either. What Trump is trying to form is something akin to an autocracy-in-exile, an alternative America in which he is the rightful leader, and he — and the public he claims to represent — has been robbed of power by corrupt elites.“

Der Kampf der Weltanschauungen

„Blätter“-Mitherausgeber Micha Brumlik über die Konfrontation der Weltmächte USA/Westen und China – auf philosophischer Ebene:

„Wenn also Philosophie tatsächlich ihre Zeit in Gedanken gefasst ist, so steht die Weltgemeinschaft derzeit vor zwei radikal differenten Universalismen: einem Universalismus der Würde, Anerkennung, Demokratie, der individuellen Freiheit und Gerechtigkeit auf der einen und einem Universalismus der Wohlfahrt, der bloß materiellen Zufriedenheit sowie zwischenstaatlicher Hilfe auf der anderen Seite.“

Bei genauerer Betrachtung ist dieser Konflikt auch längst in den Westen selbst eingebettet.